
Die letzten Kriegswochen und die Nachkriegszeit
Im Frühjahr 1945 war gerade das Ruhrgebiet besonderer Angriffspunkt der Alliierten. Mitte Februar beschloss das Oberkommando der Alliierten ein "Ruhrabriegelungsprogramm". Dabei wurden strategisch wichtige Punkte wie Eisenbahn- und Straßenbrücken, Bahnanlagen, Industriebetriebe, Kraftfahrzeugparks, Kasernen, Flughäfen, Nachschubdepots, Truppenlager und Verschiebebahnhöfe Ziel der Luftangriffe, die Tag und Nacht geflogen wurden. Zwischen Februar und April 1945 war das Rhein-Ruhrgebiet pausenlos Jagdbomber-Tiefangriffen ausgesetzt. "Die psychologischen Auswirkungen dieser aufgrund des zusammengebrochenen Alarmsystems sowie der hohen Geschwindigkeit der Jagdflugzeuge zumeist ohne Vorwarnung stattfindenden Angriffe und die in ihrem Ausmaß gesteigerte Bombardierungen durch die zwei- und viermotorigen Bomberverbände führten der betroffenen Bevölkerung und schließlich auch den örtlich tätigen Parteiführern drastisch die endgültig hoffnungslos gewordene militärische Situation im zusammenbrechenden "Dritten Reich" vor Augen." In dieser Zeit wurden die Städte Essen, Dortmund, Hagen und Witten buchstäblich ausgelöscht. Noch kurz vor Kriegsende wurden im Ruhrgebiet Tausende von Menschen durch Bombenangriffe getötet. Das Ruhrgebiet wurde von den Alliierten als "Todeszone Ruhr" bezeichnet. Zwischen dem 15. und dem 21. April 1945 beendeten die einzelnen Teile des Ruhrgebiets ihre Kämpfe und kapitulierten.
Quelle: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/8474.html